Juraj Cizmarovic zählt zu den renommiertesten slowakischen Violinisten. Er wurde 1962 in Bratislava geboren. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung wurde er als 14-jähriger in das
Konservatorium in Bratislava aufgenommen, wo er mit dem Titel „Bester Absolvent des Jahres“ im Jahr 1983 sein Examen ablegte. Von 1983 – 1987 studierte er an der Musikhochschule in Bratislava.
Eine persöhnliche Einladung von Tibor Varga führte ihn 1988 nach Sion, wo er ein Jahr lang in seiner Meisterklasse studierte. Weitere Impulse erhielt er in Meisterkursen von Franco Gulli in Siena
und Nathan Milstein in Zürich.
Juraj Cizmarovic errang bei internationalen Wettbewerben Preise und Auszeichnungen, so beim Violin-Wettbewerb in Belgrad 1985, den ersten Preis im Slowakischen Nationalen Wettbewerb 1986 und beim
Violin-Wettbewerb Tibor Varga 1988. Im Jahre 1989 erhielt er den Preis der Tschechoslowakischen Kritik.
Seine solistische Tätigkeit führte ihn durch viele Länder Europas, in die USA sowie nach Japan und Korea. Namhafte Orchester engagierten ihn wie z.B. das Rundfunk-Sinfonie Orchester Budapest,
Portland Symphonie Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Prager Sinfoniker, Tonhalle Orchester Zürich. Seine künstlerische Laufbahn wurde durch die Zusammenarbeit mit bedeutenden Dirigenten
wie Daniel Barenboim, James Levine, Pierre Boulez, Christian Thielemann, Giuseppe Sinopoli und anderen geprägt.
1990 bis 2004 war er Konzertmeister im Gürzenich Orchester Köln. Im April 2004 wurde Juraj Cizmarovic zum 1. Konzertmeister des WDR Rundfunkorchesters berufen. Ab 1997 ist er regelmäßig als einer
der Konzertmeister des berühmten Bayreuther Festspielorchesters tätig.
Neben seiner ausgedehnten solistischen Tätigkeit widmet sich Juraj Cizmarovic der Kammermusik und in letzter Zeit intensiv auch dem Dirigieren. In seinem Repertoire spielen zeitgenössische
Kompositionen eine bevorzugte Rolle.
Juraj Cizmarovic spielt auf einer Violine von Nicolo Gagliano aus dem Jahr 1761.